Das aktuelle Überschuldungsradar rückt die Zusammenhänge zwischen finanziellen Belastungen und psychischer Gesundheit in den Fokus und zeigt auf, wie diese in der Praxis sichtbar werden.
MHFA (Mental Health First Aid) Kurse gewinnen im deutschsprachigen Raum zunehmend an Bedeutung. Die Schulungen vermitteln grundlegendes Wissen und praktische Kompetenzen, um Erste Hilfe für die psychische Gesundheit leisten zu können. Ziel ist es, betroffene Personen sowohl im privaten Umfeld als auch im beruflichen Kontext frühzeitig erkennen und angemessen unterstützen zu können.
Die Autorin Johanna Bissinger ist Instruktorin für MHFA Ersthelfer-Kurse für psychische Gesundheit und arbeitet in der Fachstelle Glücksspielsucht und Medienabhängigkeit in den Häusern der Diakonie Ludwigshafen und Bad Dürkheim. Besonders in sozialen Arbeitsfeldern wird diese Kompetenz immer wichtiger. Fachkräfte der Sozialen Arbeit sehen sich zunehmend mit komplexen Problemlagen konfrontiert, bei denen psychische Belastungen eng mit finanziellen Schwierigkeiten verknüpft sind.
Die Autorin beleuchtet die Zusammenhänge zwischen finanziellen Belastungen und psychischer Gesundheit und macht diese für die Praxis sichtbar. Darauf aufbauend wird die Rolle von MHFA-Kursen als wichtiges Instrument zur frühzeitigen Unterstützung hervorgehoben. Gleichzeitig verdeutlicht sie, dass bestehende Beratungsangebote oft nicht ausreichend miteinander verzahnt sind.
Das Radar unterstreicht die Notwendigkeit, psychosoziale Aspekte stärker in Beratung und Unterstützung zu integrieren. Dabei richtet sie sich nicht nur an soziale Arbeitsfelder, sondern auch an Mitarbeiter*innen Behörden und Akteur*innen im Finanzdienstleistungssektor.
