Schuldenreport Schleswig-Holstein Hintergrund
Das Jahr 2025 war für die Schuldnerberatung in mehrfacher Hinsicht wieder ein herausforderndes Jahr. Die Nachfrage nach Beratung war weiterhin hoch, die zunehmend komplexen Fallkonstellationen benötigten mehr Zeit, was sich nicht zuletzt auch in den sinkenden Beratungszahlen widerspiegelt. Wenn die Beratungen länger dauern, können weniger Ratsuchende beraten werden.
Die Kostensteigerungen in vielen Bereichen bringen Träger zunehmend an die finanzielle Belastungsgrenze. Mit großer Besorgnis beobachten wir, dass die kommunale Finanzierung vereinzelt stark gekürzt oder ganz gestrichen wurde, was massive Auswirkungen auf das Angebot an Schuldnerberatung in den betroffenen Regionen hat.
Rechtspolitisch dominierte im vergangenen Jahr die Diskussion um die Einführung des Schuldnerberatungsdienstegesetzes, das aus unserer Sicht einen zusätzlichen Bedarf an Schuldnerberatung – und damit einen massiven Ausbau der Beratungskapazitäten – zur Folge haben muss. Bund und Länder konnten sich allerdings bisher auf keine Umsetzungsmodalitäten einigen.
Auf Grundlage der Überschuldungsstatistik 2024 zeigen wir im vorliegenden Schuldenreport strukturelle Bedingungen und Entwicklungen auf und regen dazu an, die gegenwärtige Situation der überschuldeten Haushalte im Zusammenhang zu sehen. Dazu werten wir auch andere relevante Statistiken aus.
Um den Report übersichtlich zu halten, haben wir Hintergrundinformationen, z. B. zum Zusammenhang von Energie und Schulden oder zur Armut, auf unserer Homepage zusammengestellt.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!






