Gefördert durch das

Aktuelles

Entwicklung der Verbraucherinsolvenzen in Schleswig-Holstein seit 1999
Stand: 1. Halbjahr 2010

Die Übersicht zeigt die Entwicklung der Verbraucherinsolvenzen in Schleswig-Holstein seit 1999 mit Stand 1. Halbjahr 2010. Detailliertere Informationen, z.B. zur Differenzierung nach Personengruppen und Verwaltungsbezirken, finden sich hier.
Weitere Informationen auf der Seite des Statistischen Amtes für Hamburg und Schleswig-Holstein.

Materialien zu den Praktikerforen vom 25.08. und 26.08.2010

Die vollständige Dokumentation der Praktikerforen vom 25.08. und 26.08.2010 findet sich hier.

Position des BMJ zur Monatsanfangsproblematik beim P-Konto

Nach Auffassung des BMJ müssen dem Schuldner für den Folgemonat benötigte pfandfreie Beträge im Folgemonat zur Verfügung stehen. Die Position und häufig gestellte Fragen zum Monatsanfangsproblematik finden sich hier.

"Was ist was wert?" Zentrale Abschlussveranstaltung der BNE-Aktionstage 2010

In jedem Jahr der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" 2005-2014 gibt es themenbezogene Aktionstage, die das jeweilige Jahresthema (in diesem Jahr "Geld") in den öffentlichen Fokus stellen wollen.
Die Aktionstage zur UN-Dekade BNE finden in diesem Jahr deutschlandweit vom 17.- 26. September statt. Die zentrale Abschlussveranstaltung der Aktionstage in Schleswig-Holstein wird am 27.09.2010 in Kiel unter dem Motto "Was ist was wert?" durchgeführt.
Das Präventionsnetzwerk "Ein x Eins - Augen auf im Geldverkehr" wird sich dort mit einem Stand präsentieren.
Der Anmeldeschluss für die Veranstaltung ist der 15.09.2010.

Einladung und Antwortkarte

Weitere Informationen zur UN-Dekade finden Sie hier.

AG SBV Positionspapier zum Gesetzentwurf zur Neuordnung und Modernisierung des Pfändungsschutzes (GNeuMoP)

Im anliegenden Papier begründet die AG SBV ihre Bedenken gegen den am 07.05.2010 vom Bundesrat beschlossenen Gesetzentwurf zur Neuordnung und Modernisierung des Pfändungsschutzes (GNeuMoP).
Download hier.

AG SBV / ZKA Kundeninformation zum sog. Monatsanfangsproblem bei P-Konten

Die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV) und die Spitzenverbände der deutschen Kreditwirtschaft (Zentraler Kreditausschuss) haben eine gemeinsame Kundeninformation zum sog. Monatsanfangsproblem bei P-Konten herausgegeben (Stand August 2010).
Download hier.

8. Auflage des Handybooklets erschienen

Ziel des Booklets ist es, Jugendliche ohne erhobenen Zeigefinger über die Risiken des Mobiltelefonierens aufzuklären.
Das Booklet ist in einer Arbeitsgruppe der Landesarbeitsgemeinschaft Schuldner- und Insolvenzberatung Berlin entstanden und kann mit dem anliegenden Formular bestellt werden.
Bestellformular

Online-Portal "Und plötzlich bist Du arm" leben mit Hartz IV

Diese Online- Plattform richtet sich an zwei Zielgruppen: an Menschen, die auf diese Sozialleistungen angewiesen sind oder Fragen dazu haben und an Menschen, die in ihrer beruflichen Praxis der sozialen Arbeit mit Fragen zu diesen Gesetzen zu tun haben.
Ausführlich wird die Rechtslage im "Leitfaden zum SGB II" erläutert. Im "Überblick SGB XII" gibt es Basisinformationen zur Sozialhilfe und ausführliche Informationen über die Hilfe zum Lebensunterhalt im SGB XII.
Infos unter www.hartziv-beratung-nord.de.

SCHUFA Kredit-Kompass 2010 erschienen

Der Schulden-Kompass der Schufa heißt seit dem Jahr 2009 SCHUFA Kredit-Kompass, da neue Analysen zur privaten Kreditaufnahme und zum Zahlungsverhalten in Deutschland aufgenommen wurden.
Aktuelle Zahlen werden zukünftig in Form eines Quartalsberichtes veröffentlicht.
Der Gesamtbericht [5 MB] sowie zusammenfassende Ergebnisse und Folien finden sich unter www.schufa-kredit-kompass.de.

iff-Überschuldungsreport 2009 erschienen

Überschuldung ist ein gesellschaftliches Phänomen, welches jährlich Millionen Haushalte betrifft und auf viele Lebensbereiche negative Auswirkungen hat. Das Hamburger institut für finanzdienstleistungen e.V. (iff) präsentiert mit dem Überschuldungsreport 2009 neue Ergebnisse und zeigt Handlungsfelder auf.
In einer Pilotstudie wurde zum ersten Mal die Dauer des Überschuldungsprozesses mit ihren einzelnen Phasen untersucht. Danach durchlaufen von Überschuldung Betroffene mehrere Phasen. Insgesamt dauert der Überschuldungsprozess durchschnittlich 13 Jahre: Fast vier Jahre vergehen nach dem Auslöser der Überschuldung bis zum Besuch der Beratungsstelle, wo nach einer rund 3-monatigen Wartezeit die Betreuung ca. 9 Monate beträgt. Das folgende Restschuldbefreiungsverfahren dauert 6 Jahre. Dieses Verfahren bleibt als Negativmerkmal noch etwa zwei Jahre bei den Auskunfteien gespeichert. Insgesamt werden acht von zehn Betroffenen in den untersuchten Beratungsstellen in das Verbraucherinsolvenzverfahren überführt.
Häufigster Überschuldungsauslöser ist immer noch die Arbeitslosigkeit. Die seit 2009 wieder steigende Arbeitslosenquote und der enorme Anstieg bei der Kurzarbeit ließ sich bereits im ersten Quartal 2009 an den Frühindikatoren der Überschuldeten ablesen. Für das Jahr 2010 sei demnach mit einer steigenden Anzahl von Überschuldeten zu rechnen.
Download [1,5 MB] hier.

Mehrsprachige Informationen für überschuldete Menschen

Die Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hessen (LAG-SB-Hessen) hat verschiedene Informationsblätter zu den Themen:

- Wohnungssicherung
- Energiesicherung
- Kontopfändung
- Recht auf ein Girokonto
- Einkommens- und Sachpfändung
- Verbraucherinsolvenzverfahren

in den Sprachen Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch und Türkisch erstellt.
Diese stehen als kostenlose Downloads auf der Internetseite der LAG SB-Hessen unter www.schuldnerberatung-hessen.de zur Verfügung.

"Moki - Money & Kids" - Finanzkompetenz in der Grundschule. Materialien für die Projektarbeit

Kinder im Grundschulalter haben schon viele Konsumerfahrungen, aber nur wenig Konsumkompetenzen. Doch gerade im Grundschulalter können Kinder schnell lernen, ihre Wünsche mit den Möglichkeiten, die ihnen die Realität bietet, abzugleichen. "Moki" bietet für dieses Lernziel umfassende Materialpakete und Schritt-für-Schritt-Anleitungen: Bewegungs- und Rollenspiele, Bilder, Geschichten, Materialien zum Malen und vieles mehr. "Moki" kann über mehrere Wochen hinweg durchgeführt werden, ein eigenes Modul im Unterricht sein oder in Projektwochen eingesetzt werden. Thematisch deckt das Materialpaket "Moki" diese Bereiche ab: Wünsche und Bedürfnisse, Taschengeld, das Geld in der Familie, Kreislauf des Geldes, Werbung und Konsum.
Der Materialordner ist eine sinnvolle Ergänzung zu unserem Materialordner "Schuldenprävention", der sich vorwiegend an ältere Zielgruppen wendet.
Kosten: 19,90 €. Bestellung hier.

Creditreform SchuldnerAtlas Deutschland 2009 erschienen

Die Creditreform zeichnet in ihrer aktuellen Analyse ein eher düsteres Bild der kommenden Jahre. Zwar ist die Zahl der überschuldeten Privatpersonen gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen, dennoch ist die Finanz- und Wirtschaftskrise nach Ansicht der Autoren bei den Verbrauchern noch nicht angekommen. Für das kommende Jahr erwartet das Unternehmen einen deutlichen Anstieg überschuldeter Haushalte.

Zwei weitere Trends macht der Bericht aus:
- die Verschuldung wird jünger und weiblicher
- die strukturelle Überschuldung verstärkt sich

Die Schuldnerquoten in Ost- und Westdeutschland haben sich 2009 zwanzig Jahre nach dem Mauerfall angeglichen.

In den kommenden zwei Jahren ist nach Aussage der Creditreform nicht mit einem weiteren Rückgang der Verbraucherüberschuldung zu rechnen. Im Gegenteil: Ein merklicher Anstieg der Arbeitslosenzahlen bis Ende 2010 und stagnierende Realeinkommen dürften die Auslöser für eine neuerliche Überschuldungsentwicklung sein.

Als wichtige Maßnahmen gegen diese Entwicklung fordert die Creditreform u.a. die Stärkung und den Ausbau der Schuldner- und Insolvenzberatung, die Förderung einer verantwortungs- bewussten Kreditvergabe und eine stärkere Einbindung der Schuldnerforschung in die Armuts- und Bildungsdebatte.

Downloads: Beitrag in den Zeitungen des s:hz vom 14.11.2009, Analyse SchuldnerAtlas 2009, Presseinformation und Schuldnerquoten nach Kreisen.

Weitere Informationen unter www.creditreform.de.

Verbraucherinformation Scoring - Erheblicher Teil der gespeicherten Daten bei Auskunfteien fehlerhaft

Banken und Unternehmen prüfen zunehmend vor Vertragsabschluss den Scorewert eines Kunden. Scorewerte sollen die Wahrscheinlichkeit anzeigen, mit der ein Verbraucher seine Schulden bezahlt.

Das Bundesverbraucherministerium (BMELV) hatte im Dezember 2008 die GP Forschungsgruppe, Institut für Grundlagen- und Programmforschung mit dem Projekt „Überprüfung von bei Auskunfteien gespeicherten Verbraucherdaten“ beauftragt. Der Ergebnisbericht „Verbraucherinformation Scoring“ dokumentiert die Ergebnisse zu den bei Auskunfteien gespeicherten Konsumentendaten. Dabei wurden die vier größten Auskunfteien (SCHUFA, Creditreform, Bürgel und Arvato) in hunderten von Stichproben untersucht.

Der Bericht belegt, dass bei den einbezogenen Auskunfteien Verbraucherdaten im Umfang von bis zu 45 Prozent fehlerhaft gespeichert werden und die erteilten Selbstauskünfte oft völlig unbrauchbar sind.

Mehr Transparenz sollen die im Mai 2009 beschlossenen Änderungen des Bundesdaten- schutzgesetzes bringen, die zum 01.04.2010 in Kraft treten.
Die Gesetzesänderung zielt darauf ab, die Daten der Verbraucher besser zu schützen und die Rechte der Verbraucher/innen gegenüber Auskunfteien, Banken und sonstigen Unternehmen zu stärken. Insbesondere der Praxis, Score-Werte durch intransparente und / oder willkürliche Scoringverfahren festzulegen, soll ein Riegel vorgeschoben werden.

Dies bedeutet:
- ein Score-Wert darf nicht allein auf der Basis von Anschriftendaten ermittelt werden
- zur Berechnung des Score-Wertes ist ein „wissenschaftlich anerkanntes mathematisch-statistisches Verfahren“ anzuwenden
- die für das Scoringverfahren verantwortliche Stelle unterliegt einer Dokumentationspflicht, das bedeutet, dass alle in das Scoringverfahren einfließenden Daten dokumentiert werden müssen und die verantwortliche Stelle ggf. der Aufsichtsbehörde nach § 38 BDSG den nachweislichen Zusammenhang darlegen können muss.

Download:
Verbraucherinformation Scoring
Zusammenfassende Schlussfolgerungen aus dem Bericht
PM Bundesverbraucherministerium vom 19.08.2009

Neuauflage Broschüre „Restschuldbefreiung – eine neue Chance für redliche Schuldner“

Die Br­oschüre ist in 2008 neu aufgelegt worden und gibt einen Überbl­i­ck über die wich­tig­sten Re­ge­l­un­gen des Ve­r­b­raucheri­ns­ol­ve­n­z­ve­rfahre­ns und der Re­st­schul­dbef­rei­ung.

Bestellmöglichkeit (z.Z. nicht möglich) unter www.bmj.de, download hier.

2010 Europäisches Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung

Das Europäische Parlament und der Europäische Rat haben das Jahr 2010 zum Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung ausgerufen. Damit wird die von der Europäischen Union u.a. im Vertrag von Lissabon eingegangene Verpflichtung bekräftigt, die Beseitigung der Armut bis 2010 entscheidend voranzubringen.

Mit dem Europäischen Jahr 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung (EJ 2010) soll das öffentliche Bewusstsein für Armutsrisiken gestärkt und die Wahrnehmung für ihre vielfältigen Ursachen und Auswirkungen geschärft werden.

Die Europäische Union hat zum EJ 2010 folgende Grundsätze beschlossen:
- Alle Menschen haben das Recht, in Würde zu leben und an der Gesellschaft teilzuhaben.
- Der öffentliche und der private Sektor tragen gemeinsam die Verantwortung dafür, Armut und soziale Ausgrenzung zu bekämpfen.
- Die Beseitigung der Armut zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts kommt allen zugute.
- Zur Erreichung dieses Ziels bedarf es des Engagements auf allen gesellschaftlichen Ebenen.

Geplante Maßnahmen:
- Sensibilisierungskampagnen und Studien
- innovative Maßnahmen zur Förderung der sozialen Integration
- Konferenzen
- Wettbewerbe zur Auszeichnung erfolgreicher Projekte.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat als Nationale Durchführungsstelle die Federführung für die Umsetzung des EJ 2010 in Deutschland. Unter dem Motto "Mit neuem Mut." stellt die Nationale Strategie für das EJ 2010 drei wesentliche Themenfelder in den Mittelpunkt:
1. "Jedes Kind ist wichtig - Entwicklungschancen verbessern!"
2. "Wo ist der Einstieg? - Mit Arbeit Hilfebedürftigkeit überwinden!"
3. "Integration statt Ausgrenzung - Selbstbestimmte Teilhabe für alle Menschen!"

Die Schuldnerberatung findet sich primär im Themenfeld 3. Im Strategiepapier des BMAS heißt es zum Spektrum möglicher Aktivitäten zum Themenfeld 3: „Kampagnen und Initiativen können u.a. auf folgende Maßnahmen aufmerksam machen: aufsuchende Gesundheitsberatung und medizinische Behandlung, spezifische Angebote sozialer Integration für ältere und hochbetagte Menschen, Mahlzeitenangebote, Ernährungs- und Kochkurse, Schuldnerberatung, Obdachlosenzeitungen etc. sowie Förderung von Aktionen der von Armut betroffenen und ihrer Selbsthilfeangebote.“

Weitere Informationen zum EJ 2010 finden Sie hier:
www.ej2010.de
www.nationale-armutskonferenz.de  

Verbraucherinfothek - Das zentrale und unabhängige Selbstinformationssystem für Verbraucher

In der vom Verbraucherzentrale Bundesverband verantworteten Infothek finden Sie umfassende Informationen zu praktisch allen Verbraucherthemen. Unabhängige Experten halten die Informationen auf dem aktuellen Stand. Interessierte können sie exklusiv an rund 300 Standorten in ganz Deutschland wie Verbraucherberatungsstellen und Bibliotheken nutzen.

Mit der Onlinethek erhalten Sie online Informationen und Fakten zu ausgewählten Bereichen der Infothek. Zu verschiedenen Themen erhalten Sie systematisch aufeinander abgestimmte Basisinformationen, Empfehlungen und aktuelle Preisübersichten mit dezidierten Qualitätskriterien.
Näheres unter www.verbraucherinfothek.de.

Hilfen für Banken, Verbraucher in Not
Verbraucher- und Wohlfahrtsverbände stellen Schuldenreport 2009 vor

Die Kreditwirtschaft steht angesichts der Wirtschaftskrise in der Pflicht, ein Sofortprogramm für überschuldete Verbraucher aufzulegen. Das fordern Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Diakonie, Paritätischer Wohlfahrtsverband, Rotes Kreuz und Verbraucherzentrale Bundesverband, die am 12.06.2009 in Berlin den Schuldenreport 2009 vorstellten.
Diesem zufolge entfallen rund 60 Prozent der Schulden von Verbrauchern auf rückständige Kredite. Die sechs Herausgeber fordern außerdem eine verantwortliche Kreditvergabe und Anstrengungen, um die Finanzkompetenz von Verbrauchern zu verbessern.
Download:
Kernforderungen an die Politik 
- Gemeinsame Pressemitteilung der Herausgeber

AG SBV Stellungnahme zu den Auswirkungen der EU-Dienstleistungsrichtlinie auf die Ausführungsgesetze zur Insolvenzordnung

Nach Ansicht der AG SBV fällt die Schuldner- und Insolvenzberatung nicht in den Anwendungsbereich der EU-Dienstleistungsrichtlinie (DLR), folglich müssen auch die Ausführungsgesetze zur Insolvenzordnung nicht zur Umsetzung der DLR geändert werden.
Die Stellungnahme findet sich hier.

Aktionsplan zum Schutz vor Überschuldung

Die Arbeitsgruppe Verteilungsgerechtigkeit und soziale Integration der SPD-Bundestagsfraktion empfiehlt einen "Aktionsplan gegen Überschuldung", in dem Politik (Bund, Länder und Kommunen), Verbraucher- und Wohlfahrtsverbände, Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam Präventions- und Hilfsangebote bereitstellen.

Schuldnerberatung muss nach Meinung der SPD-Fraktion auch im Interesse der öffentlichen Haushalte ausgebaut werden, nicht nur finanziell, sondern auch auf der Ebene psychologischer und persönlicher Beratung.

Die SPD-Fraktion befürchtet, dass mit Verschlechterung der Wirtschaftslage neben den Millionen nicht abgearbeiteten Überschuldungsfällen weitere Hilfsbedürftige in hoher Zahl die Beratungsstellen überlaufen werden. Das bereitgestellte Beratungsangebot und die flankierenden Maßnahmen sind jedenfalls lange nicht ausreichend, so die Fraktion.

Die Pressemitteilung vom 19.03.2009 findet sich hier.

5. Bericht der Bundesregierung zur Umsetzung der Empfehlung des Zentralen Kreditausschusses zum Girokonto für jedermann vom 16.12.2008

Die Bundesregierung ist unzufrieden darüber, dass die Banken weiterhin die Vereinbarungen zum "Girokonto für jedermann" unterlaufen. Das geht aus einem gemeinsamen Bericht des Finanz- und des Justizministeriums hervor, den der Bundestag am 16.12.2008 veröffentlichte. Die Ministerien kündigen darin an, dass die bisher unverbindlichen Empfehlungen zu einer "rechtlich verbindlichen Selbstverpflichtung der Kreditinstitute gegenüber einzelnen Kunden weiterentwickelt werden" sollen.

Die Situation für kontolose Bürger habe sich nicht verbessert. Die Empfehlungen des Zentralen Kreditausschusses, in dem alle Spitzenverbände der Kreditwirtschaft vertreten sind, würden von den einzelnen Instituten nicht umgesetzt. "Das Problem besteht unvermindert fort", so das Resümee der Bundesregierung.

Die Bundesregierung wirft der Kreditwirtschaft außerdem vor, keine belastbaren Zahlen zu liefern, obwohl sie dazu verpflichtet ist. Obgleich die Regierung wiederholt gedrängt habe, "weigert sich die Kreditwirtschaft nach wie vor, hier aktiv mitzuwirken", heißt es in dem Bericht.
Download hier.

Die AG SBV hat für das Bundesfinanzministerium am 03.09.2008 eine Stellungnahme zur aktuellen Situation der Girokonten für jedermann abgegeben, die im Bericht berücksichtigt worden ist.
Die AG SBV zieht folgendes Fazit: "Festzuhalten bleibt, dass trotz der unwidersprochenen Notwendigkeit, im heutigen Leben am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilnehmen zu können, Bürger und Bürgerinnen mit niedrigem Einkommen oder gar Schulden auch 13 Jahre nach Formulierung der ZKA-Empfehlung vollständig auf das Wohlwollen der Kreditinstitute angewiesen sind, wenn sie ein Konto auf Guthabenbasis erhalten wollen."
Download hier.