Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

In Deutschland meldeten die Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Dezember vergangenen Jahres 6.815 Verbraucherinsolvenzen, 2,2 % mehr als im Dezember 2014. Für das gesamte Jahr 2015 wurden 80.347 Verbraucherinsolvenzen gezählt, 6,9 % weniger als im Jahr 2014.

In Schleswig-Holstein registrierten die Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Amtes für Hamburg und Schleswig-Holstein im Dezember des vergangenen Jahres 303 Verbraucherinsolvenzverfahren (-0,7 % gegenüber Dezember 2014) und für das gesamte Jahr 2015 3.569 Verbraucherinsolvenzen (-6,9 % gegenüber 2014).

Nachdem in Schleswig-Holstein die Anzahl der Verbraucherinsolvenzen in 2014 gegenüber 2013 nahezu gleich geblieben waren, ist in 2015 ein Rückgang festzustellen, der exakt im Bundestrend liegt.

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 11.03.2016. Dort findet sich auch die Fachserie 2 mit Erläuterungen u.a. zur Entwicklung der Insolvenzen, zur Höhe der Forderungen und einer Differenzierung der Insolvenzen nach Ländern.

Entwicklung Verbraucherinsolvenzen in Schleswig-Holstein (Stand 31.12.2015)

Insolvenzen in Schleswig-Holstein Dezember und Jahr 2015 (mit Differenzierung nach Personengruppen und Verwaltungsbezirken)

Homepage Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein


Anmerkung
: Die Anzahl der eröffneten Verbraucherinsolvenzverfahren ist nur ein Indiz für das drängende gesamtgesellschaftliche Problem der Überschuldung. Sie lässt keine Aussage über die Anzahl der in den Schuldnerberatungsstellen beratenen und betreuten Personen zu. Bei der Schuldnerberatung handelt es sich um einen zeitaufwendigen Prozess, der möglicherweise erst über Krisenintervention und psychosoziale Stabilisierung in eine Regulierungsphase einmündet. Erst in dieser Phase entscheidet die persönliche Situation des Schuldners, ob ein Verbraucher-insolvenzverfahren angestrebt wird oder nicht. Im Jahr 2014 wurden in Schleswig-Holstein 26.780 Personen längerfristig beraten (Statistik der Überschuldung privater Personen 2014). Sämtliche Kurzberatungen, z. B. im Rahmen von Krisenintervention, sind hier nicht erfasst. Die Zahl der Personen, die von Schuldnerberatungsstellen unterstützt wurden, ist daher wesentlich höher!

Siehe auch den Artikel in den Zeitungen des s:hz "Privatinsolvenzen in Schleswig-Holstein: Sinkende Zahlen ´ein Trugschluss´" vom 04.03.2016.

Koordinierungsstelle Schuldnerberatung in Schleswig-Holstein